Mercedes-Benz JuniorCup 05. & 06. Januar 2018

Marc Kienle, der VfB Stuttgart und der Mercedes-Benz JuniorCup

Marc Kienle hat eine ganz besondere Beziehung zum Mercedes-Benz JuniorCup – nicht nur weil er gerade mal neun Kilometer vom Glaspalast entfernt in Ehningen wohnt.

Bei der ersten Auflage im Jahr 1991 war er im Trikot des VfB Stuttgart der erfolgreichste Torschütze. 2009 erfolgte die erste Rückkehr als U19-Trainer des VfB Stuttgart und am 6. und 7. Januar kommt er bei der 27. Auflage des Turniers erstmals als Verantwortlicher für die Sportkoordination des VfB Stuttgart in den Glaspalast. Nur wenige haben die Entwicklung des Turniers so eng begleitet.

Marc Kienle, sie sind ein „Mann der ersten Stunde“ beim Mercedes-Benz JuniorCup.  Was bedeutet diese Veranstaltung für den VfB Stuttgart?

Marc Kienle: „Das Turnier hat national und international eine große Bedeutung. Wir sind quasi die Heimmannschaft der Veranstaltung und waren als einziges Team bei allen Auflagen dabei. Das Turnier findet in unserem direkten Einzugsgebiet statt, wir haben viele VfB-Fans in der Halle und wir wollen uns da gut präsentieren.“

Sie waren 1991 beim ersten Turnier als Spieler dabei – wie sind ihre Erinnerungen?

Marc Kienle: „Daran kann ich mich noch gut erinnern. Das war das erste große internationale Hallenturnier, dazu vor der Haustür und dann wurde ich auch noch bester Torschütze. Das war für mich als junger Spieler schon etwas ganz Besonderes. Das Turnier war damals schon herausragend – auch wenn es mit dem heutigen JuniorCup nicht zu vergleichen ist.“

Was ist der größte Unterschied?

Marc Kienle: „Natürlich hat sich der Fußball insgesamt verändert. Aber die größte Veränderung bei diesem Turnier ist die öffentliche Aufmerksamkeit. Live im Fernsehen, eine ausverkaufte Halle – davon waren wir 1991 noch weit entfernt.“

Was sind die wichtigsten Gründe für diese positive Entwicklung?

Marc Kienle: „Da gibt es ganz viele. Zunächst ist das Engagement und der lange Atem von Mercedes-Benz hervorzuheben. Ein solches Turnier über diesen langen Zeitraum zu fördern – das ist etwas ganz Besonderes. Zudem bietet Sindelfingen mit der Halle, den beiden Vereinen VfL Sindelfingen und GSV Maichingen, dem Zuschauerpotenzial und der Hallenfußball-Tradition einen idealen Rahmen. Auch das Festhalten am Zeitpunkt halte ich für ideal und man muss natürlich auch berücksichtigen, dass der Jugendfußball erheblich an Bedeutung gewonnen hat.“

Und wie war das 2009, als sie als Trainer der U19 des VfB Stuttgart zum Turnier zurückkehrten?

Marc Kienle: „Ich hatte das Turnier ja auch in der Zeit dazwischen nie aus dem Blick verloren, war auch immer wieder als Zuschauer in der Halle. 2009 hatten wir eigentlich eine richtig gute Mannschaft mit Spielern wie Daniel Didavi, Julian Schieber und auch Boris Vukcevic. Aber uns fehlte das nötige Quäntchen Glück.“

Und wenn sie jetzt, weitere acht Jahre später, wieder in den Glaspalast zurückkehren...

Marc Kienle: „... hat sich das Turnier und der Jugendfußball noch einmal erheblich weiter entwickelt. Wir reden heute eigentlich nicht mehr über ein Jugendturnier, sondern über ein Turnier von Jung-Profis, die nicht mehr auf dem Sprung in den Profifußball sind, sondern bereits an der Schwelle stehen. Die Zuschauer können sich auf gute Spiele freuen – und auf einen hoffentlich erfolgreichen VfB Stuttgart.“

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